Indonesien ist eines der fotografisch reichhaltigsten Länder der Welt – und diese Expedition führt euch zu den eindrücklichsten Ecken dieses riesigen Archipels. Vier Inseln, völlig verschiedene Landschaften, und ein Programm, das wir über Jahre sorgfältig aufgebaut haben: von den Vulkankratern Javas bis zu den Segelrevieren rund um Komodo.
Was diese Reise von anderen unterscheidet, ist die Kombination aus Landschaftsfotografie und aufwändig arrangierten Konzept-Shootings. Reiter, die im Gegenlicht über die Aschewüste des Bromo galoppieren; traditionelle Tänzerinnen im Morgenlicht; Wasserbüffel in den Feldern Javas – solche Motive entstehen nicht durch Zufall, sondern durch Vorbereitung. Unser lokales Team macht das möglich.
Auf Borneo tauschen wir das Hotel gegen ein Klotok-Boot und fahren tief in den Nationalpark Tanjung Puting – drei Tage auf dem Fluss, umgeben von Regenwald und Wildtieren. Sumba ist für viele Teilnehmer die größte Überraschung: Die Insel ist wenig touristisch, die Landschaft eigenartig schön, und die Motive – tanzende Bäume, Reiter bei Sonnenuntergang, uralte Dörfer – findet man sonst nirgends. Der Komodo-Nationalpark mit Phinisi-Segelschiff, Pink Beach und Komodo-Waranen bildet den krönenden Abschluss.
Unser lokaler Guide und Fotograf Fikri kennt jeden Winkel dieser Inseln und ist für die gesamte Logistik vor Ort verantwortlich. Fotoworkshops und Bildbesprechungen sind fest in das Programm integriert.
Mount Bromo
Der 2.329 Meter hohe Bromo ist zweifellos eines der ikonischsten Fotomotive Indonesiens! Diese dramatische Vulkanlandschaft auf Java bietet Szenerien von atemberaubender Schönheit – besonders wenn das erste Morgenlicht die rauchenden Krater in mystisches Gold taucht. Als Teil des gewaltigen Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane Javas schafft der Bromo eine apokalyptische Kulisse, die Landschaftsfotografen in ihren Bann zieht. Der umliegende Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru eröffnet uns unzählige spektakuläre Standpunkte – von hier entstehen die Bilder, die Java unvergesslich machen.
Komodo Nationalpark
Willkommen in einer Welt, wo Drachen noch existieren! Die legendären Komodowarane sind nur ein Grund, weshalb dieser Archipel zu den fotografischen Höhepunkten Indonesiens zählt. Mit unserem traditionellen Phinisi-Segelboot ankern wir vor der traumhaften Insel Padar – einem unberührten Juwel mit weißen, rosafarbenen und schwarzen Sandstränden. Schroffe Berge fallen dramatisch ins smaragdgrüne Meer ab, während versteckte Buchten wie Gemälde der Natur wirken. Hier versteht man warum häufig vom "Paradies auf Erden" gesprochen wird.
Nationalpark Tanjung Puting
Auf der Insel Borneo erwartet uns eines der letzten Refugien der "Waldmenschen" – der faszinierenden Orang-Utans. Dieser einzigartige Nationalpark ist ein Mosaik verschiedener Ökosysteme: Süßwasser- und Mangrovensümpfe wechseln sich ab mit dichtem Tieflandregenwald, Trockenwald und Küstenvegetation. Diese Vielfalt macht ihn zur Heimat einer außergewöhnlichen Tierwelt: Nasenaffen mit ihren markanten Rüsselnasen, lebhafte Langschwanzmakaken, elegante Maronenlanguren und unzählige seltene Vogelarten. Jedes Ökosystem erzählt seine eigene fotografische Geschichte.
Sumba
Diese ursprüngliche Insel ist ein Geheimtipp für Landschaftsfotografen! Die berühmten "tanzenden Bäume" am Walakiri Beach sind pure Poesie: Im goldenen Licht der untergehenden Sonne spiegeln sich ihre eleganten Silhouetten perfekt im stillen Wasser – ein Anblick, der das Herz jedes Naturfotografen höher schlagen lässt. Doch Sumba bietet noch mehr: Spektakuläre Wasserfälle stürzen durch ursprüngliche Landschaften, während surreal anmutende Hügelwelten an außerirdische Welten erinnern.
Bali
Trotz seines Rufes als Instagram-Hotspot bewahrt Bali seine authentische Schönheit für diejenigen, die sie zu finden wissen. Elegante Legong-Tänzerinnen in prächtigen Gewändern werden zu lebenden Kunstwerken vor unserer Kamera, während mystische Tempel wie der schwimmende Bedugul eine spirituelle Atmosphäre schaffen, die tief berührt. Spektakuläre Wasserfälle und die legendären Reisterrassen vervollständigen das Bild einer Insel, die zurecht "Insel der Götter" genannt wird. Bali ist mehr als nur ein Zwischenstopp – es ist das kulturelle Herz unserer Reise.
Kawah Ijen
Der Vulkan Kawah Ijen inszeniert ein Schauspiel von düsterer Faszination: Sein türkisfarbener Kratersee leuchtet unwirklich durch die hohe Konzentration an Schwefelsäure, während im Vordergrund abgestorbene Bäume wie Skulpturen einer apokalyptischen Landschaft wirken. Diese gespenstischen Silhouetten sind perfekte Vordergrundelemente für Kompositionen, die gleichzeitig schön und bedrohlich wirken. Hier entstehen Bilder, die das Ende und den Anfang der Welt zugleich zu zeigen scheinen.
18 Übernachtungen in Hotels, auf einem Klotok Flussboot und auf einem Phinisi Schiff
alle Aktivitäten gemäß unserer Reiseausschreibung
Transport in bequemem, klimatisierten Minibus mit großzügigem Platzangebot
6 Inlandsflüge gemäß Reiseausschreibung
individuelle Betreuung durch einen professionellen Reise- und Naturfotografen
zusätzliche Betreuung durch einen lokalen Fotografen und Reiseleiter während des gesamten Aufenthaltes (englischsprachig)
alle Mahlzeiten gemäß Reisebeschreibung (Vollpension)
Eintrittsgelder für Nationalparks
Kundengeldabsicherung nach deutschem Reiserecht
internationaler Flug nach Indonesien und zurück
persönliche Reiseversicherungen (Auslandskrankenversicherung, Gepäck, Fotoausrüstung, etc.)
Trinkgelder
alle Fotos © Fikri Muharom
Tag 1
Nach einem langen Flug aus Deutschland empfängt uns Jakarta mit dem unverwechselbaren Großstadtlärm Südostasiens und der feuchten Wärme, die sofort klar macht: Wir sind weit weg von zu Hause. Jakarta ist nicht der typische Reiseeinstieg – es ist eine der größten Metropolen der Welt, laut, lebendig und voller Widersprüche. Wer früh genug landet, hat noch Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Stadt und kann erste Eindrücke sammeln. Am Abend treffen wir uns zum gemeinsamen Welcome Dinner, lernen uns kennen und besprechen, was uns in den kommenden 18 Tagen auf dieser Expedition durch den indonesischen Archipel erwartet.
Die Langstreckenflüge sind nicht im Reisepreis eingeschlossen. Bitte sprecht die Anreise unbedingt mit uns ab. Wir erstellen euch gerne ein unverbindliches Flugangebot.
Übernachtung:
Pullman Jakarta Indonesia Thamrin,
Jakarta
Tag 2
Jakarta ist eine Stadt voller Kontraste: Gläserne Hochhäuser stehen neben kolonialen Bauten aus der niederländischen Ära, lebhafte Straßenmärkte grenzen an stille Innenhöfe, moderne Shoppingmalls liegen in Sichtweite alter Moscheen. Heute nehmen wir uns Zeit, diese Gegensätze zu erkunden und fotografisch zu dokumentieren. Von einem Stadtaussichtspunkt halten wir die Skyline in verschiedenen Lichtstimmungen fest und streifen durch Stadtteile, die fotografisch viel hergeben. Jakarta als Einstieg in eine Indonesien-Reise unterschätzen viele – dabei lohnt sich der genauere Blick.
Übernachtung:
Pullman Jakarta Indonesia Thamrin,
Jakarta
Tag 3
Ein früher Flug bringt uns nach Pangkalan Bun im Süden Borneos – von hier geht es direkt zum Bootsanleger, wo die Klotok-Boote auf uns warten. Ab diesem Moment beginnt ein Kapitel dieser Reise, das sich von allem anderen unterscheidet: Mit den traditionellen Holzbooten fahren wir tief in den Nationalpark Tanjung Puting und seine weitverzweigten Flusslandschaften. Der Motor tuckert gleichmäßig, das braune Wasser des Sekonyer-Flusses trägt uns hinein in eine Welt, die abseits jeder Straße liegt. Die Aussichten auf Tiersichtungen sind auf dem Fluss am höchsten – am Ufer erscheinen die Tiere zum Trinken, und wir haben freie Sicht und besseres Licht als unter dem geschlossenen Blätterdach des Regenwaldes.
Die Klotok-Boote sind seit Generationen das traditionelle Transportmittel auf Borneos Flüssen. Wir schlafen unter freiem Himmel, nur durch ein Moskitonetz von den Geräuschen des nächtlichen Regenwaldes getrennt. Stellt euch vor, ihr liegt auf eurer Matratze an Deck, über euch der tropische Sternenhimmel, und ringsum erwacht der Wald zum Leben: Nasenaffen rufen in der Ferne, Krokodile gleiten lautlos durchs Wasser. Diese Unmittelbarkeit ist auf keiner anderen Unterkunft dieser Reise zu haben – und genau dafür ist das Klotok-Boot unverzichtbar.
Tag 4
"Waldmensch" – so lautet die wörtliche Übersetzung von Orang-Utan, und wer einem dieser Tiere zum ersten Mal gegenübersteht, versteht sofort, woher diese Bezeichnung stammt. Die Orang-Utans werden an verschiedenen Fütterungsstationen des Nationalparks zu bestimmten Tageszeiten mit Nahrung versorgt, was uns die seltene Gelegenheit bietet, ihnen auf wenige Meter nahezukommen und Porträts zu machen, die unter normalen Umständen kaum möglich wären. Viele dieser Tiere haben ihre zweite Chance in Auffangzentren erhalten; andere haben die Fütterungsplätze selbst entdeckt und kommen aus freien Stücken.
Der Regenwald Borneos hält jedoch noch viele weitere Begegnungen bereit: Nasenaffen mit ihren markanten Rüsseln, lebhafte Langschwanzmakaken und Maronenlanguren bevölkern die Baumwipfel, während farbenfrohe Eisvögel und majestätische Hornvögel die verschiedenen Lebensräume durchstreifen. Der Nationalpark umfasst ein breites Spektrum an Ökosystemen – von Mangrovensümpfen über Torfwälder bis hin zu dichtem Tieflandregenwald – und genau diese Vielfalt ist der Grund für seinen außergewöhnlichen Artenreichtum.
Tag 5
Ein letzter, kostbarer Tag im Herzen des Tanjung Puting. Noch einmal gleiten wir durch die stillen Wasserarme des Nationalparks und halten Ausschau nach den Bewohnern des Regenwaldes. Die Morgen- und Abendstunden auf dem Klotok-Boot sind fotografisch die ergiebigsten: Das weiche Seitenlicht streicht über das Wasser, die Tiere sind aktiv, und die Ruhe zwischen Motor und Regenwald lässt jeden Moment besonders wirken. Kleinere Wanderungen auf gut angelegten Wegen führen uns zu den besten Beobachtungsplätzen. Am Nachmittag kehren wir zurück nach Pangkalan Bun, wo wir wieder festen Boden unter den Füßen haben und noch eine Nacht im Hotel verbringen.
Übernachtung:
Mercure Pangkalan Bun,
Pangkalan Bun
Tag 6
Abschied von Borneo und Aufbruch nach Java. Der Flug nach Surabaya ist mehr als ein Transfer – er ist der Übergang in eine völlig andere Welt. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt ins Innere Javas öffnet sich der Tengger-Kessel: eine Mondlandschaft aus grauem Vulkansand, rauchenden Kratern und schwarzen Lavafelsen, die mit nichts vergleichbar ist, was man bisher gesehen hat. Wer zum ersten Mal hier ankommt, ist meist sprachlos.
Noch am Nachmittag folgt das erste große Konzept-Shooting: Traditionelle Reiter galoppieren im Gegenlicht durch den Staub der Aschewüste, ihre Silhouetten vor dem mächtigen Vulkankegel. Im schräg einfallenden Licht der untergehenden Sonne entstehen Bilder, für die man extra nach Java reist.
Übernachtung:
Jiwa Jawa Bromo,
Wonotoro
Tag 7
Lange vor Sonnenaufgang brechen wir zum Aussichtspunkt Pananjakan auf. Wenn der erste Lichtschimmer über dem Horizont erscheint und der Morgennebel langsam aus dem Tengger-Kessel aufsteigt, enthüllt sich eines der eindrucksvollsten Panoramen Indonesiens: mehrere Vulkankegel ragen aus dem Nebelmeer, der Bromo raucht, und das erste Licht taucht alles in ein unwirkliches Gold. Für dieses Bild stehen wir früh auf – und es ist jede Mühen wert.
Den Vormittag verbringen wir intensiv im Nationalpark am Jemplang-Hügel, von wo aus sich weite Blicke über das gesamte Massiv öffnen. Als krönender Abschluss des Tages wartet der Madakaripura-Wasserfall: Ein schmaler Pfad führt in eine enge, feuchte Schlucht, an deren Ende das Wasser von allen Seiten gleichzeitig fällt – ein Naturwunder ganz anderer Art, aber nicht weniger beeindruckend als der Bromo selbst.
Übernachtung:
Artha Cottages,
Pronojiwo
Tag 8
Der Tumpak Sewu gehört zu jenen Motiven, die man auf einem Foto sieht und kaum glauben kann – bis man selbst davor steht. Das Wasser stürzt in einem breiten Fächer über eine bewaldete Felskante in einen tiefen Canyon hinab; von der Aussichtsplattform darüber wirkt die Szenerie fast unwirklich, von unten im Canyon ist man mittendrin, umgeben von Gischt und dem Rauschen des Wassers. Wir nehmen uns Zeit für beide Perspektiven und suchen nach Bildkompositionen, die die schiere Dimension dieses Wasserfalls einfangen.
Ein besonderes Highlight erwartet uns danach: Ein konzeptionelles Shooting mit Einheimischen in der umgebenden Vulkanlandschaft gibt den Bildern eine menschliche Dimension, bevor wir uns auf den Weg nach Banyuwangi machen.
Übernachtung:
Jiwa Jawa Ijen,
Licin
Tag 9
Der Djawatan-Wald empfängt uns am frühen Morgen mit einem Licht, das durch mächtige, knorrige Baumriesen fällt und Schatten und Helligkeit in immer neue Muster aufteilt. Manche dieser Bäume sind über hundert Jahre alt; zusammen schaffen sie eine Atmosphäre, die keinerlei Inszenierung braucht und die Kamera von selbst arbeiten lässt. Wir nehmen uns Zeit und erkunden verschiedene Perspektiven innerhalb des Waldes.
Am Abend steigen wir auf den Vulkan Kawah Ijen. Der Aufstieg durch erkaltete Lavafelder führt uns in eine Landschaft aus abgestorbenem Holz und schwefelgelbem Gestein. Am Kraterrand schaut man hinunter auf einen See, dessen Türkis durch die hohe Konzentration an Schwefelsäure entsteht – eine Farbe, mit der sich nichts vergleichen lässt. Die abgestorbenen Bäume am Rand ergeben starke Vordergrundelemente für Kompositionen, die schön und befremdlich zugleich wirken.
Der Aufstieg zum Kraterrand dauert etwa anderthalb bis zwei Stunden bei rund 450 Höhenmetern. Wer nicht aufsteigen möchte, kann alternativ ein Ojek Troli (Human Taxi) buchen.
Übernachtung:
Jiwa Jawa Ijen,
Licin
Tag 10
Noch einmal früh raus: Zum Sonnenaufgang führen traditionelle Gandrung-Tänzerinnen ihren Tanz im ersten Licht des Tages auf. Der Gandrung ist eine der ältesten Tanzformen der Region Banyuwangi – die farbenprächtigen Kostüme, die ausdrucksstarken Gesten und die Präzision der Bewegungen machen dieses Konzept-Shooting zu einem der fotografisch reichhaltigsten Momente dieser Java-Etappe. Ein würdiger Abschluss, bevor wir uns auf den Weg nach Bali machen.
Übernachtung:
The Alantara Sanur,
Bali
Tag 11
Flug nach Sumba – für viele unserer Teilnehmer die größte Überraschung der gesamten Reise. Sumba ist weitgehend unberührt vom Massentourismus, und das merkt man sofort: keine überfüllten Strände, keine Reisegruppen, nur weite Landschaften und eine Stille, die sich wohltuend von den vorangegangenen Inseln unterscheidet. Nach drei Stunden Fahrt in den Osten der Insel empfängt uns eine Savanne aus trockenem Gras und sanften Hügeln unter einem weiten Himmel.
Zum Sonnenuntergang fahren wir zu den Dapayami-Hügeln, wo traditionelle Reiter im goldenen Gegenlicht für uns galoppieren. Diese Szenerie – die Reiter, das Licht, die Weite Sumbas im Hintergrund – ist eines der stärksten Konzept-Shootings der ganzen Tour.
Übernachtung:
Tanoma Hotel,
Sumba
Tag 12
Beim ersten Licht des Morgens stehen wir am Walakiri-Strand. Die knorrigen, schief gewachsenen Bäume – jeder in einem anderen Winkel, jeder mit einer eigenen Form – spiegeln sich bei Ebbe im flachen Wasser. Es ist ein stilles, fast meditatives Motiv, das keine Reizüberflutung bietet, sondern Konzentration verlangt. Wer Geduld mitbringt und wartet, bis das Licht stimmt und das Wasser ruhig genug ist, wird mit Bildern belohnt, die kaum irgendwo sonst entstehen können.
Am Nachmittag besuchen wir die Tanggedu-Wasserfälle, die sich über dunkle Felsterrassen in tiefe Pools ergießen – ein ruhiger, versteckter Ort. Den Abschluss des Tages bildet der Sonnenuntergang über den Hügeln von Mondu, der einen langen, fotografisch außerordentlich ergiebigen Tag ausklingen lässt.
Übernachtung:
Tanoma Hotel,
Sumba
Tag 13
Heute überqueren wir die Insel von Ost nach West. Den Sonnenaufgang erleben wir an den Tenau-Hügeln, bevor wir zum Lapopu-Wasserfall weiterfahren: ein versteckter Ort, zu dem kein ausgeschilderter Weg führt, und der genau deshalb so besonders ist. Das Wasser fließt über helles Gestein in natürlichen Kaskaden; die Stille dort ist fast greifbar.
Im traditionellen Dorf Prajing begegnen wir schließlich einer Architektur und einer Lebensweise, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Die charakteristischen hohen Spitzdächer der Häuser aus Gras und Holz sind das bekannteste Merkmal sumbalesischer Baukunst. Wir suchen das Gespräch mit den Bewohnern und hoffen auf Porträts, die von dieser Welt erzählen.
Übernachtung:
Sima Hotel Sumba,
Sumba
Tag 14
Ein letztes Sumba-Motiv erwartet uns am Waikacura-Wasserfall: Das Wasser ergießt sich in breiten Kaskaden über helles Gestein, umgeben von sattem tropischen Bewuchs – ein Bild, das die üppige Seite Sumbas zeigt, bevor wir uns verabschieden. Nach dem Flug nach Labuan Bajo legen wir noch am selben Abend ab: Die Lamborajo, unser traditionelles Phinisi-Segelschiff, trägt uns lautlos in die erste Bucht des Komodo-Archipels, während sich der Himmel über dem Meer orange und rot färbt.
Die Lamborajo ist ein traditioneller Phinisi-Zweimaster – robust, anmutig, und ein Fotomotiv für sich. Die Kabinen sind klimatisiert und haben Privatbäder; an Deck gibt es Platz zum Sitzen, Bilder sichten und einfach schauen. Die Küche ist gut und reichhaltig.
Tag 15
Noch vor Sonnenaufgang steigen wir auf Padar auf – rund 850 Stufen und ein steiler Anstieg, der sich mehr als lohnt. Von oben öffnet sich ein Panorama über drei Buchten gleichzeitig, jede mit einem anders gefärbten Sandstrand: weiß, schwarz, rosa. Es ist eines jener Bilder, die man aus Reisemagazinen kennt – und die trotzdem überraschen, wenn man selbst davor steht, weil kein Foto die Dreidimensionalität dieses Ausblicks einfangen kann.
Danach der Pink Beach, dessen rosafarbener Sand durch winzige Korallenteilchen entsteht und im Sonnenlicht leuchtet. Der Besuch bei den Komodo-Waranen auf der gleichnamigen Insel ist ein Erlebnis ganz eigener Art: Diese Tiere – bis zu drei Meter lang, mit gespaltener Zunge und schleppendem Gang – wirken prähistorisch. Mit gebührendem Abstand kann man sie aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Den Abend beschließen wir beim Sonnenuntergang am Gili Lawa Darat.
Tag 16
Ein etwas ruhigerer Tag auf dem Wasser – nach dem Pensum der Vortage wohlverdient. Beim Sonnenaufgang bei Gili Lawa Laut breitet sich das Inselgewirr des Komodo-Archipels in allen Richtungen aus; das Licht, das in dieser frühen Stunde über das stille Wasser streicht, hat eine Qualität, für die Fotografen gerne früh aufstehen. Die Insel Kenawa mit ihrem markanten Hügel und dem smaragdgrünen Wasser bietet nochmals ganz andere Bildmöglichkeiten, bevor wir die ruhigen Stunden an Bord für eine ausgiebige Bildbesprechung nutzen. Am Abend Rückkehr nach Labuan Bajo.
Übernachtung:
Sudamala Resort,
Komodo
Tag 17
Der Flug nach Bali markiert den Übergang in die letzte Phase dieser Expedition. Bali ist nach den wilden Tagen auf dem Wasser zunächst eine Rückkehr zur Zivilisation – belebte Straßen, üppige Vegetation, der allgegenwärtige Geruch von Räucherstäbchen. Am Nachmittag fahren wir zu den Reisterrassen: Im warmen Abendlicht zeichnen sich die geschwungenen Felder als Linien und Flächen ab, die sich im flachen Wasser spiegeln. Ein ruhiger, schöner Übergang in die letzten Tage unserer Reise.
Übernachtung:
Giriwood Hotel & Villa,
Bali
Tag 18
Früh morgens fahren wir zum Pura Ulun Danu Beratan am Ufer des gleichnamigen Sees. Wenn der Tempel bei ruhigem Wasser auf der Oberfläche zu schweben scheint und die ersten Sonnenstrahlen den Morgendunst zwischen den mehrstöckigen Meru-Türmen lichten, entsteht eines der bekanntesten Motive Balis – und doch wirkt es jedes Mal anders, weil Licht und Stimmung nie gleich sind. Wir erkunden verschiedene Standpunkte am Seeufer und nehmen uns die Zeit, die dieser Ort verdient.
Am Nachmittag schließt ein Konzept-Shooting mit Legong-Tänzerinnen in prächtigen Kostümen die fotografische Arbeit dieser Reise auf würdige Weise ab. Der Legong ist eine der klassischen Tanzformen Balis – die farbenfrohen Gewänder, die ausdrucksstarken Gesten und die Präzision der Bewegungen machen dieses Shooting zu einem der emotionalsten Fotomomente der gesamten Tour.
Übernachtung:
The Alantara Sanur,
Bali
Tag 19
Der letzte Morgen dieser Expedition gehört euch – für einen ruhigen Spaziergang durch die Gassen von Sanur, ein ausgedehntes letztes Frühstück oder ein paar abschließende Bilder im frühen Morgenlicht, bevor der Tag sich belebt. Dann Heimflug mit dem Gepäck voller Eindrücke aus vier völlig verschiedenen Inseln: Vulkane und Regenwald, Warane und Orang-Utans, Segelwasser und Reisterrassen, traditionelle Tänze und ursprüngliche Dörfer. Neunzehn Tage Indonesien, die noch lange nachwirken werden.