Namibia ist der Traum jedes Landschafts- und Naturfotografen und dieser Traum hat viele Gesichter. Endlose Weiten, glühende Wüstenfarben, eine Tierwelt, die sich ihren Lebensraum mit den Elementen teilt: Kaum ein anderes Land der Erde bietet so beständig großartige Motive wie Namibia.
Auf unserem Roadtrip durch Namibia lassen wir nichts aus. Wir starten in den roten Sanddünen der Kalahari und enden mit einer Safari im Wildschutzgebiet — dazwischen liegen 17 Tage voller Licht, Landschaft und unvergesslicher Begegnungen. Das Deadvlei früh morgens, wenn die Schatten noch lang sind und die abgestorbenen Akazien wie Scherenschnitte vor den gewaltigen Dünen stehen. Die Geisterstadt Kolmanskuppe im schrägen Sonnenlicht der ersten Stunde. Die gigantischen Küstendünen bei Sandwich Harbour, die wir im Allradfahrzeug erkunden. Und am Abend der Sternenhimmel Namibias, für den wir uns natürlich auch die Zeit nehmen, die er verdient.
Damit wir jederzeit flexibel auf das beste Licht reagieren können, übernachten wir an einigen Stationen im mobilen Safari-Camp — direkt vor Ort, ohne Anfahrt, ohne verpassten Sonnenaufgang. Das Lagerfeuer am Abend gehört dann ebenso dazu wie die Fotoworkshops unterwegs, bei denen wir Bildgestaltung und Bildbearbeitung gemeinsam vertiefen. Wer möchte, kann außerdem einen Heißluftballonflug über den roten Sterndünen der Namib buchen — ein Erlebnis, das kaum zu übertreffen ist.
Sossusvlei & Deadvlei
In der ältesten Wüste der Welt ragen einige der höchsten Dünen der Erde aus einer Salz-Ton-Pfanne, die seit Jahrhunderten trocken liegt. Genau das macht diesen Ort so surreal: Die knorrigen Skelette jahrhundertealter Akazien stehen noch immer aufrecht — zu trocken zum Leben, zu trocken zum Verwesen. Ringsum wandeln die Dünen ihre Farbe mit dem Stand der Sonne, von zartem Ocker im ersten Morgenlicht bis zum tiefen Rot des frühen Vormittags. Wer hier die besten Bilder machen will, muss früh aufbrechen — genau das werden wir tun.
Namib Rand Naturreservat
Als ob Dünen, Wildtiere, Berge und Köcherbäume für sich allein nicht schon faszinierend genug wären — hier, in einem der größten privaten Naturschutzgebiete Afrikas, fügen sie sich zu einem Gesamtbild zusammen, das Fotografen regelmäßig sprachlos macht. Eine orangene Sanddüne im Vordergrund, ein Oryx neben einem Köcherbaum im Mittelgrund, das dunkle Inlandsgebirge am Horizont — solche Kompositionen ergeben sich hier beinahe auf Schritt und Tritt. Besonders im April, wenn die Regenzeit frische Vegetation hinterlässt und das Licht in den frühen Morgenstunden die Landschaft in warmes, kontrastreiches Gold taucht, ist das Namib Rand Naturreservat schlicht einer der schönsten Flecken Afrikas.
Köcherbaumwald
Kaum ein Baum verkörpert das südliche Afrika so sehr wie der Köcherbaum — mit seiner knorrigen, eigenwilligen Silhouette ein markantes Motiv vor jeder Kulisse. Aber dieser Wald bei Keetmanshoop gibt der Ikone eine ganz besondere Bühne. Rund 300 Exemplare, manche davon über 300 Jahre alt, verteilen sich hier über eine felsige Ebene und laden zu Bildkompositionen ein, die man anderswo vergeblich sucht. Verschlafene Klippschliefer — entfernte Verwandte des Elefanten — thronen auf den Ästen, Webervögel schwirren um ihre kunstvollen Nester. Und wenn nach dem Licht der goldenen Stunde der Sternenhimmel Namibias über dem Wald aufgeht, entfaltet dieser Ort seine ganze Faszination.
Kolmanskop
Eine Diamantenstadt, dem Wüstensand überlassen — Kolmanskuppe gehört zu den bekanntesten Lost Places der Welt und ist für Fotografen ein absolutes Pflichtprogramm. Was die Natur hier in wenigen Jahrzehnten vollbracht hat, ist kaum zu fassen: Wüstensand flutet die Zimmer, Türrahmen stehen schief, Pastellfarben verblassen in Zeitlupe. Früh morgens, wenn das erste Licht schräg durch die Ostfenster fällt und lange Schatten über die Sanddünen im Inneren wirft, entfaltet dieser Ort seine ganze fotografische Magie.
Walvis Bay
Wo die Namib auf den Atlantik trifft, entsteht ein Lebensraum voller Kontraste — und voller Motive. Im flachen Wattbereich der Walfischbucht tummeln sich Flamingos und Pelikane, die sich um die besten Plätze im Flachwasser drängen. Im Hintergrund türmen sich bereits die ersten riesigen Küstendünen auf — der Beginn der Namib, unmittelbar am Wasser. Ein Ort, an dem Landschafts- und Tierfotografie nahtlos ineinander übergehen.
Sandwich Harbour
Riesige Sanddünen, die direkt ins Meer stürzen — Sandwich Harbour ist eine der dramatischsten Küstenlandschaften Afrikas und ein Ort, der fast unwirklich erscheint, bis man selbst davorsteht. Mit Allradfahrzeugen bahnen wir uns den Weg durch die Sandmassen, immer auf der Suche nach dem nächsten perfekten Bildausschnitt. Das Zusammenspiel von leuchtendem Sand, tiefblauem Atlantik und dem weiten Himmel Namibias sorgt für Fotos, die für sich sprechen.
Spitzkoppe
Mitten aus der flachen Ebene erhebt sich der 1.728 Meter hohe Granitgipfel der Spitzkoppe — markant, unverwechselbar und im warmen Abendlicht in satten Rottönen leuchtend. Der berühmte Granitbogen in der Umgebung ist dabei der klassische Vordergrund: ob für Umgebungsporträts im Licht der goldenen Stunde oder nachts als dramatischer Rahmen für die Milchstraße über dem erleuchteten Gipfel. Kaum ein Ort in Namibia verdichtet so viele fotografische Möglichkeiten auf engem Raum.
13 Übernachtungen in Lodges und Hotels verschiedener Kategorien
3 Übernachtungen im voll ausgestatteten Bush-Camp
alle Ausflüge und Aktivitäten gemäß unserer Reiseausschreibung
Transport in speziellen Safarifahrzeugen mit garantiertem Fensterplatz
Betreuung durch einen professionellen Reise- und Naturfotografen
erfahrene, lizenzierte und ortskundige Guides (englischsprachig)
Eintritte in Nationalparks sowie Naturschutzgebühren
drei Mahlzeiten täglich (Vollpension)
Insolvenzversicherung nach deutschem Reiserecht
Langstreckenflüge nach Windhuk (bieten wir euch gerne mit an)
persönliche Reiseversicherungen (z. B. Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung, Versicherung der Fotoausrüstung, Auslandskrankenversicherung etc. — wir beraten euch gerne)
Trinkgelder
Tag 1
Kaum gelandet, geht es auch schon los. Nick, unser lokaler Guide und ein alter Hase in der namibischen Wildnis, erwartet uns bereits am Flughafen. Das Gepäck wandert auf den Anhänger, wir in George, unseren umgebauten Iveco-SUV in dem jeder seinen Fensterplatz hat, denn die Landschaft lässt einen von der ersten Minute an nicht mehr los. Am Nachmittag erreichen wir unsere erste Lodge am Rand der Kalahari. Ein erster Ausflug im offenen Land Cruiser bringt uns gleich mitten ins Geschehen: Oryx-Herden, Zebras, Giraffen und vielleicht sogar das wenig scheue Nashorn-Pärchen, das hier in der Gegend zu Hause ist. Den Sonnenuntergang feiern wir mit Gin Tonic auf einer roten Sanddüne, die Kalahari bis zum Horizont.
Übernachtung:
Bagatelle Kalahari Game Ranch,
Mariental
Tag 2
Ein längerer Fahrtag erwartet uns heute, aber einer, der sich lohnt. Nach einem kurzen Stopp in Mariental für letzte Besorgungen führt uns der Weg über Nebenstraßen bis ins Herz des Köcherbaumwaldes. Unser Camp steht nur wenige Meter von den ersten Bäumen entfernt, und das ist kein Zufall: Keine Fahrzeiten, keine Besuchszeiten, kein verpasstes Licht — und das Beste: diesen Ort haben wir ganz für uns. Auf einer ersten Erkundungstour durch den Wald sucht ihr euch bereits die schönsten Exemplare heraus als Motiv für den Sonnenuntergang und später als Vordergrund für die Milchstraße. Wenn die Köcherbäume im späten Licht des Tages zu leuchten beginnen, versteht man sofort, warum dieser Wald zu den ikonischsten Fotospots des südlichen Afrikas zählt. Und wenn dann nach dem Abendessen der Sternenhimmel Namibias über dem Wald aufgeht — bei sorgfältig ausgewählter Mondphase — ist klar, warum dieser Ruf so verdient ist.
Heute beziehen wir zum ersten Mal unser mobiles Safari-Camp. Die Zelte sind geräumig genug zum aufrechten Stehen und mit Matratzen, Bettwäsche und warmen Decken ausgestattet — komfortabler als man es einem Camp vielleicht zutrauen würde. Wer möchte, kann sein Bett auch einfach unter den Sternenhimmel schieben. Für Leib und Leben besteht an diesen Orten übrigens keine Gefahr. Wir freuen uns, wenn alle beim Auf- und Abbau mit anpacken — das schweißt zusammen, und Zeit zum Fotografieren bleibt dabei mehr als genug.
Tag 3
Nach dem Frühstück im Camp — die Köcherbäume noch in Sichtweite — brechen wir auf. Heute rollen wir ausnahmsweise weitgehend auf Asphalt, was George eine kleine Verschnaufpause gönnt. Unterwegs halten wir vielleicht noch an einer Flamingo-Lagune, ehe wir in Aus in einem urigen Restaurant zu Mittag essen.
Dann wartet etwas Besonderes: die Geisterschlucht bei Klein Aus Vista. Eine versteckte Hütte in einem abgelegenen Tal, das seine Geheimnisse nicht so leicht preisgibt. Ein von Kugeln durchsiebter Hudson-Truck rostet hier vor sich hin, ein stummer Zeuge einer angeblichen Konfrontation zwischen Diamantenschmugglern und der Polizei. Die Legende besagt, die Geister der Beteiligten suchen noch immer nach ihrem verlorenen Schatz. Steinerne Schanzen aus dem Ersten Weltkrieg in den umliegenden Hügeln tun ihr Übriges, um die Atmosphäre zu vervollständigen.
Zum Sonnenuntergang wandern wir auf einen Aussichtspunkt, von dem aus die weite Ebene zu sehen ist — und mit etwas Glück die Wildpferde, die hier frei umherstreifen. Während die Berge noch in der Abenddämmerung glühen, erwartet uns Nicks Barbecue an der Außen-Braai. Gegessen wird unter freiem Himmel und wer danach noch die Kamera in die Hand nimmt, findet auch heute einen Sternenhimmel, der keine Wünsche offen lässt.
Statt zu zelten übernachten wir in der Geisterschlucht in festen Unterkünften — zwei Familienzimmer mit je eigenem Badezimmer, ein großzügiger Aufenthaltsraum und ein Außenbereich zum Grillen. Der Komfort eines Hauses, das Feeling der Wildnis und die Wildpferde nur 20 Minuten entfernt.
Übernachtung:
Geisterschlucht,
Klein-Aus Vista
Tag 4
Früh aufstehen lohnt sich heute ganz besonders. Wir wollen zu den Ersten gehören, die das Morgenlicht in Kolmanskuppe erleben, wenn die Sonne schräg durch die Ostfenster der verlassenen Häuser fällt und lange Schatten über die Sanddünen im Inneren wirft. Die verblassenden Pastellfarben, die vom Sand langsam verschluckten Zimmer, die absolute Stille: Kolmanskuppe ist ein Ort, an dem man sich die Zeit nehmen möchte. Und die haben wir.
Wenn die Sonne höher steht, fahren wir weiter nach Lüderitz, wo ein ausgiebiges Frühstück im Café wartet. Was ein Fotoshooting im Sand so alles mit sich bringt, wird dabei sicher das eine oder andere Gesprächsthema liefern. Anschließend erkunden wir mit George die Küste, vielleicht begleiten uns Delfine, und machen einen Stopp am Diaz-Point-Leuchtturm mit seinem weiten Blick aufs Meer.
Auf dem Rückweg zur Geisterschlucht schauen wir noch nach den Wildpferden, die nur eine kurze Fahrt entfernt in der Ebene leben. Der Nachmittag gehört der Erholung, ehe Nicks Grill wieder angeheizt wird. Wer noch Energie hat, wandert zum Aussichtspunkt oder erkundet einen der malerischen Pfade durch das Tal.
Übernachtung:
Geisterschlucht,
Klein-Aus Vista
Tag 5
Nach dem Frühstück verlassen wir die Geisterschlucht und fahren weiter ins Namtib Reservat, ein Naturparadies am Rand der Namib-Wüste, eingebettet in die Tirasberge. Was einen hier erwartet, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Stille. Echte, vollständige Stille, die man heutzutage kaum noch findet.
Auf einer Wanderung durch das Reservat begegnen wir den Bewohnern dieser kargen Welt: Oryx, Zebras, Springböcke, Schakale und wer genau hinschaut, entdeckt vielleicht auch Echsen, Chamäleons oder einen der endemischen Geckos. Der Sonnenuntergang in dieser Landschaft ist schlicht spektakulär.
Die Nacht verbringen wir im "Million Stars Hotel", unser letztes Mal unter freiem Himmel auf dieser Reise, mit einem privaten Bush-Dinner und einem Sternenhimmel, der noch einmal alles gibt. Ab morgen erwarten uns komfortablere Unterkünfte, aber diese Nacht werden wir so schnell nicht vergessen.
Tag 6
Heute erreichen wir eines der schönsten Flecken Afrikas. Die roten Dünenlandschaften des NamibRand haben schon viele Fotografen und Künstler inspiriert, und es braucht nicht lange, um zu verstehen warum. Farben, Formen und Texturen, die sich mit dem Licht des Tages ständig verändern, eine Weite, die einen sprachlos macht.
Am Nachmittag erkunden wir die Umgebung auf einem ersten Nature Drive in offenen Safarifahrzeugen. Das Schutzgebiet hat sich zu einem echten Wildtierparadies entwickelt: Oryx, Zebras, Springböcke, Kudus, Giraffen und Paviane gehören zu den möglichen Begegnungen, dazu rund 170 Vogelarten für alle, die auch mal das Teleobjektiv auf die Fauna richten möchten. Den Sundowner erleben wir an einem Ort, der dieser Landschaft gerecht wird.
Übernachtung:
Greenfire Desert Lodge,
Farm Excelsior
Tag 7
Ein weiterer Morgen in einem der größten privaten Naturschutzgebiete Afrikas. Beim morgendlichen Nature Drive halten wir Ausschau nach Oryx und Springböcken vor den roten Dünen, steigen aus, wenn sich eine gute Gelegenheit bietet, und nehmen uns die Zeit, die solche Motive verdienen. Wer aufmerksam schaut, entdeckt vielleicht auch die rätselhaften Feenkreise, jene kreisrunden kahlen Flächen in der Vegetation, deren Entstehung bis heute nicht vollständig geklärt ist.
Nach dem Frühstück setzen wir uns zusammen für Bildbesprechungen und gemeinsame Bildbearbeitung. Am Nachmittag geht es dann noch einmal hinaus in die Dünen, und den Sonnenuntergang verbringen wir an einem Aussichtspunkt, der dieser Landschaft den Abschluss gibt, den sie verdient.
Übernachtung:
Greenfire Desert Lodge,
Farm Excelsior
Tag 8
Heute heißt es früh raus — und das hat einen besonderen Grund. Wer möchte, startet den Tag mit einem Heißluftballon-Flug über die roten Sterndünen der Namib, einem der unvergesslichsten Erlebnisse dieser Reise. Erfahrungsgemäß lässt sich kaum jemand diese Gelegenheit entgehen. Da Wetter und Bedingungen kurzfristig entscheiden, ist die Ballonfahrt nicht im Reisepaket enthalten, wir vermitteln aber gerne den Kontakt zu unserem langjährigen Partner Namib Sky Balloon Safaris. Buchung und Bezahlung erfolgen direkt beim Anbieter.
Danach machen wir uns auf den Weg in einen der größten Nationalparks der Welt. Die Strecke ist kurz, die Straßen dafür etwas anspruchsvoller, aber zum Mittagessen sind wir bereits in unserer nächsten Unterkunft. Unterwegs lohnt sich ein Stopp am Canyon von Sesriem, wo steile Felswände eine schmale Schlucht rahmen, durch die je nach Regenzeit mehr oder weniger Wasser fließt.
Am Nachmittag ist etwas Zeit zum Durchatmen, ehe wir zur Elim Düne aufbrechen, die bereits von der Lodge aus sichtbar ist. George bringt uns hin, samt Snacks und kühlen Drinks. Die Elim Düne ist riesig und bietet unzählige Perspektiven: rote Sandtexturen, weite Panoramen, lange Schatten im Abendlicht. Den Sundowner gibt es nach getaner Fotografenarbeit.
Übernachtung:
Dead Valley Lodge,
Namib-Naukluft-Nationalpark
Tag 9
Früh aufstehen, denn heute steht einer der großen Höhepunkte der gesamten Reise auf dem Programm. Wir wollen zu den Ersten gehören, die das innere Tor des Nationalparks passieren, denn im Deadvlei zählt das Licht der ersten Stunden alles. Schon die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis, wenn die Riesendünen in der Dämmerung aus dem Nichts auftauchen. Im Deadvlei selbst nehmen wir uns alle Zeit der Welt: für die perfekte Komposition, für das Spiel der Schatten, für einen Ort, den man kennt und der einen trotzdem jedes Mal neu überrascht.
Wenn die Sonne höher steht und die Hitze zunimmt, kehren wir zur Lodge zurück, wo ein ausgiebiges spätes Frühstück wartet. Der Mittag gehört dem Sortieren und Bearbeiten der Bilder, gerne gemeinsam in den Räumlichkeiten der Lodge.
Am späten Nachmittag geht es noch einmal hinaus, diesmal zur Dune 45. Wer sie morgens nur aus dem Fenster gesehen hat, bekommt jetzt die Gelegenheit, sie im besten Licht zu fotografieren. Erst wenn man Menschen beim Aufstieg beobachtet, begreift man wirklich, wie gewaltig diese Düne ist. Wir positionieren uns entsprechend strategisch. Den verdienten Sundowner reicht George danach standesgemäß.
Übernachtung:
Dead Valley Lodge,
Namib-Naukluft-Nationalpark
Tag 10
Nach zwei intensiven Tagen im Sossusvlei gönnen wir uns heute einen ruhigeren Start. Wer möchte, fotografiert noch einmal in der Umgebung der Lodge, wer lieber ausschläft, tut das. Nach dem Frühstück fahren wir weiter an die Atlantikküste, eine landschaftlich reizvolle Strecke mit einem schönen Aussichtspunkt in den Bergen. Kurz vor der Küste kann uns eine Nebelbank empfangen, wo die feuchte Atlantikluft auf das heiße Wüstenklima trifft und die Sicht mitunter auf wenige Meter reduziert. Ein faszinierendes Naturphänomen, das durchaus auch fotografisch interessant ist.
Erster Stopp ist Swakopmund, wo etwas Zeit für Souvenirs bleibt, während Nick die Vorräte für die nächsten Tage aufstockt. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis Walvis Bay. Nach dem Check-in schlendern wir entlang der Uferpromenade, und mit etwas Glück stehen die Flamingos bereits direkt vor der Haustüre.
Übernachtung:
IRIS Boutique Hotel,
Walvis Bay
Tag 11
Heute steht eines der wildesten Abenteuer der gesamten Reise auf dem Programm. Mit Allradfahrzeugen bahnen wir uns den Weg durch die gigantischen Küstendünen südlich von Walvis Bay, immer entlang der Küstenlinie bis nach Sandwich Harbour, wo riesige Sanddünen direkt auf die Atlantiklagune treffen. Die Dimensionen sind kaum zu fassen, und die Fahrer zeigen dabei ihr ganzes Können. Wir fotografieren ausgiebig unterwegs, die Geländewagen auf den Dünen geben dabei einen schönen Maßstab für die schiere Größe der Sandberge. Im Feuchtgebiet halten wir Ausschau nach Flamingos, Pelikanen und Watvögeln.
Zum Mittag erwartet uns am Pelican Point ein Beach Braai, ein Barbecue direkt am Strand. Danach bringt uns ein Katamaran durch die Walfischbucht zurück in die Stadt, unterwegs begleitet von Delfinen, Pelikanen und Robben. Am Abend schlendern wir noch einmal zur Uferpromenade, denn die Flamingos machen zur Blauen Stunde eine besonders gute Figur.
Übernachtung:
IRIS Boutique Hotel,
Walvis Bay
Tag 12
Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Norden. Ein kurzer Zwischenstopp in Swakopmund ist möglich, ehe uns die Küstenstraße zur Henties Bucht führt, wo ein bekanntes Schiffswrack auf Fotografen wartet. Dann geht es landeinwärts, dem nächsten Höhepunkt entgegen.
Die Spitzkoppe braucht keine große Einleitung. Der 1.728 Meter hohe Granitgipfel erhebt sich etwa 700 Meter aus der flachen Ebene und ist einer der markantesten Orte Namibias. Unser Camp richten wir direkt vor Ort ein, in geschützter Lage inmitten dieser beeindruckenden Felslandschaft. Zum Sonnenuntergang leuchtet der Granit in satten Rottönen, der berühmte Felsbogen bietet einen klassischen Vordergrund. Wer auf etwas Schlaf verzichten kann, erlebt ihn später noch einmal unter der Milchstraße.
Tag 13
Der Morgen gehört noch einmal der Spitzkoppe. Im ersten Licht des Tages fotografieren wir die Felsformationen und den Granitbogen, ehe wir das Camp gemeinsam abbauen und beim Frühstück unter freiem Himmel die Nacht Revue passieren lassen.
Dann geht es weiter über Nebenstraßen, vorbei an den Erongo Bergen, bis zum Brandberg. Mit 2.573 Metern ist er die höchste Erhebung Namibias und für die San, die Buschmänner dieser Region, ein Ort von tiefer kultureller Bedeutung. Die berühmten Felsmalereien, darunter die bekannte "White Lady", zeugen davon bis heute.
Was uns hier aber besonders reizt, sind die Wüstenelefanten. Diese faszinierenden Tiere haben sich perfekt an das Leben in der Wüste angepasst und sind in ihrer Eigenart einzigartig. Auf einer Pirschfahrt am Nachmittag sind sie unser bevorzugtes Fotomotiv.
Übernachtung:
Brandberg White Lady Lodge,
Uis
Tag 14
Wir verabschieden uns vom Brandberg und fahren durch Damaraland, dessen Landschaft sich auf dieser Strecke langsam wandelt: von der kargen Wüste hin zu dichter bewachsener Savanne. Es ist eine der schönsten Übergangslandschaften Namibias.
Unser Ziel ist das Mount Etjo Schutzgebiet, unsere Top-Destination für Wildlife-Fotografie. Nach der Ankunft geht es gleich auf die erste Pirschfahrt in offenen Safarfahrzeugen mit genug Platz für die Kameraausrüstung. Die Artenliste hier ist beeindruckend: Löwen, Leoparden, Geparden, Elefanten, Giraffen und diverse Antilopenarten gehören zu den möglichen Begegnungen. Wir fotografieren im besten Licht des Tages, was uns vor die Linse tritt. Den Sundowner genießen wir draussen, ehe uns ein gemeinsames Abendessen in der Lodge den Tag beschließt.
Übernachtung:
Mount Etjo Safari Lodge,
Okonjati
Tag 15
Tierfotografie beginnt früh. Mit dem ersten Tageslicht sind wir auf Pirschfahrt, wenn die Savanne erwacht und die Tiere am aktivsten sind. Heute haben wir die Möglichkeit, die Gruppe aufzuteilen: während ein Teil auf dem Game Drive unterwegs ist, fotografiert der andere vom Ansitz an einem Wasserloch, einem der geduldigsten und ergiebigsten Ansätze in der Tierfotografie.
Am Vormittag nehmen wir uns Zeit für einen gemeinsamen Fotoworkshop und Bildbesprechungen, ehe es am Nachmittag noch einmal auf einen Game Drive geht. Der letzte Sundowner im afrikanischen Busch wird unweigerlich etwas wehmütig ausfallen. Aber was für ein Abschluss.
Übernachtung:
Mount Etjo Safari Lodge,
Okonjati
Tag 16
Noch einmal früh raus für einen letzten Game Drive, ehe wir nach dem Frühstück die Rückreise nach Windhoek antreten. Unterwegs gibt es einen Stopp auf einem afrikanischen Markt für letzte Souvenirs und Mitbringsel.
Vor den Toren Windhoeks beziehen wir unsere letzte Unterkunft dieser Reise, eine ruhige Oase zum Ankommen und Innehalten. Bei einem gemeinsamen Abendessen lassen wir 16 erlebnisreiche Tage Revue passieren. Es war eine intensive, unvergessliche Zeit, und die vollen Speicherkarten sind der beste Beweis dafür.
Übernachtung:
River Crossing Lodge,
Windhuk
Tag 17
Nick bringt uns zum Flughafen. Der Abschied fällt schwer — von ihm, von Namibia, von einer Reise, die man so schnell nicht vergisst. Die Speicherkarten sind voll. Die Erinnerungen auch.